6. Juli 2012

Schausägen – Rasafei „Müllis Ferdi“

Schausägen – Rasafei „Müllis Ferdi“
Führungen und Schausägen mit Hubert Loretz und Klaus Bertle

Tschagguns/Latschau am Samstag 7. Juli von 13-17 Uhr


Die alte Säge am Rasafeibach in Latschau ist nach dem Flurnamen „Mülli“ (die Mülli erinnert an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle) und dem früheren Besitzer Ferdinand Loretz benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesch. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge in Frastanz. Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad (Durchmesser 4,1 m), welches in der Radstube die Transmission antreibt. Diese sorgt über zwei exzentrische Schwungräder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt.


4. Juli 2012

Kulturlandschaftswanderung Netza/Monigg/Sasarscha

Kulturlandschaftswanderung Netza/Monigg/Sasarscha
Exkursion mit Dr. Leo Walser

Sonntag, 8. Juli, 9 Uhr

Treffpunkt Gemeindeamt St. Gallenkirch


Im September 2011 wurde das Buch „Netza, Monigg und Sasarscha–Traditionelle Berglandwirtschaft in Gortipohl“ als Band 23 der Montafoner Schriftenreihe des Heimatschutzvereines herausgegeben. Diese umfassende Dokumentation der vielfältigen Maisäß- und Alplandschaft am Balbierbach ist Anlass für das Angebot an alle interessierten Personen, sich auch vor Ort über die Kultur- und Baugeschichte dieser Gebiete und über die Veränderungen in letzter Zeit zu informieren.

Diese ganztägige Rundwanderung (mit Selbstverpflegung) erfordert eine gewisse Grundkondition (reine Gehzeit gut 5 Stunden) und eine bergwegtaugliche Ausrüstung (Schuhe mit griffiger Sohle, Regenschutz, eventuell Wanderstöcke). Bei Regenwetter wird die Wanderung auf Sonntag, den 15. Juli verschoben (Anfragen ab 7. Juli unter T. 0650/6365484)
 

25. Juni 2012

ViaValtellina. Montafon - neuer Kulturlandschaftsführer

Die ViaValtellina. Montafon

Die ViaValtellina verläuft von Tirano, der Hauptstadt des norditalienischen Veltlins, über den Berninapass in Richtung Davos und dann weiter über das Schlappiner Joch ins Montafon, wo Schruns als Umschlagplatz gewissermaßen die Funktion des  Zielortes der ViaValtellina einnimmt. Diese historische Route spielte bis in die Zeit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Handelsverkehr.

Auf jene Strecke, die durch das Montafon verläuft, sowie auf interessante Stationen und Themen in ihrem Einzugsbereich richten die Autoren im vorliegenden Kulturlandschaftsführer ihren Blick.

In abwechslungsreicher Mischung werden Gebäude, Maißsäße und Alpen beschrieben, Handwerkstechniken erläutert sowie Naturgefahren, kriegerische Ereignisse und Kriminalgeschichten vorgestellt.


Kurzinfo:
Herausgeber: Friedrich Juen, Michael Kasper, Andreas Rudigier
Titel: Die ViaValtellina. Montafon
Reihe: Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe 16
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 152
ISBN: 978-3-902225-48-1
Preis: € 9,00 (7,00 für Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon)
erhältlich in den Montafoner Museen und unter www.montafoner-museen.at 

13. Juni 2012

Feste und Bräuche im Montafoner Jahreskreis

Feste und Bräuche im Montafoner Jahreskreis
Ausstellungseröffnung

14. Juni 2012

20:00 Uhr
Montafoner Heimatmuseum Schruns


Im Montafon prägen bis heute viele Bräuche und Feste den Alltag im Jahreskreis, auch wenn ihre ursprüngliche Bedeutung teilweise gar nicht mehr bekannt ist. Was genau steckt aber hinter diesen Bräuchen? Bräuche sind weit mehr als nur die mit ihnen verbundenen Feierlichkeiten. Sie stehen für gewachsene Tradition, oft auch für christliche Glaubensinhalte, spiegeln die Kultur des Landes und die gesellschaftlichen Normen, den Einfluss der Medien, aber auch politische und wirtschaftliche Interessen wider.

5. Juni 2012

Schwabenkindermesse

Sonntag, 10. Juni 2012, 17:00 Uhr
Pfarrkirche St. Jodok Schruns


Die Schwabenkindermesse von Enjott Schneider entstand auszugsweise aus der Filmmusik zu Jo Baiers Film „Die Schwabenkinder“: Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei wurden für den Film komponiert, der die Geschichte des Bauernjungen Kaspar und der über Jahrhunderte auf Kindermärkten verdingten Tiroler und Vorarlberger Kinder erzählt.
Die übrigen Teile wurden hinzugefügt, so dass eine eigenständige und zyklisch geschlossene Messe-Komposition entstanden ist. Es dürfte ein Novum der Musikgeschichte sein, dass aus einer Filmmusik eine liturgisch stimmige Messe hervorgegangen ist.

Karten an der Abendkassa (€ 15,-/10,- erm.)

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sonate in C KV 278
Sub tuum praesidium KV 198
Sancta Maria, mater Dei KV 273
Misericordias Domini KV 222

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Salve Regina
Aus dem Psalm 95, op. 46
Kommt, lasst uns anbeten
Kommet herzu

Enjott Schneider (1950)
Schwabenkindermesse
Kyrie
Gloria
Sanctus
Benedictus
Agnus Dei

Kirchenchor Schruns (Einstudierung: Johannes Pfefferkorn)
Vorarlberger Madrigalchor
Collegium Instrumentale Dornbirn
Judith Bechter, Sopran
Johannes Puchleitner, Tenor

Dirigent: Guntram Simma


31. Mai 2012

Die Bedeutung des Wortes „Montafon“


Der Namen Montafon entwickelte sich aus rätoromanischen Sprachwurzeln. Erklärungsversuche, diesen Begriff in unsere heutige deutsche Sprache zu übersetzen, wurden viele unternommen. Die sprachkundliche Forschung deutete ihn einmal als Grubenberg oder durchlöcherten Berg, womit sie offensichtlich auf die Tradition des Tales im Bereich des Bergbaus Rücksicht nahm. Ein andermal sprach die heimatkundliche Forschung vom Bergbrunn oder vom Stillalpenberg; wieder andere Deutungsversuche sahen in der Bezeichnung Montafon gar die Verdopplung des Begriffes Berg.


21. Mai 2012

Zwangsarbeit im Montafon - eine endlose Geschichte?

Unter http://mabogsi.wordpress.com/2012/05/19/umgang-mit-beteiligung-von-zwangsarbeitern-bei-bauprojekten-in-der-ns-zeit/  findet sich ein engagierter, kritischer Beitrag zum Umgang mit der Beteiligung von ZwangsarbeiterInnen bei Bauprojekten in der NS-Zeit im Montafon. Nach der Einsetzung einer Historikerkommission durch die Republik in den frühen 2000er-Jahren war es ja rund um dieses Thema zuletzt recht ruhig geworden - etwas zu ruhig. Im Montafon war dazu nicht allzu viel geschehen: Mit Ausnahme der herausragenden Initiative "Geschichtswerkstatt Silbertal", die die Umgestaltung des Kriegerdenkmals in einen Erinnerungsplatz begleitete, gab es im Montafon so gut wie keine Auseinandersetzung mit dem Thema. Die VIW als großer Player vor Ort förderten eine wissenschaftlich umstrittene Dissertation (vgl. orf.at), setzte darüber hinaus jedoch keinerlei Aktivitäten (mit Ausnahme der Anbringung einer Gedenktafel in der Barbara-Kapelle auf der Bielerhöhe). Nunmehr bestünde rund um die Errichtung des neuen Illwerke-Hauses in Rodund die Chance zu diesem Thema klar Stellung zu beziehen. Hoffen wir also auf eine anregende Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Verantwortung, die Unternehmen im öffentlichen Eigentum diesbezüglich haben...


25. April 2012

Jahresbericht der Montafoner Museen erschienen

Jahresbericht 2011
Montafoner Museen - Heimatschutzverein Montafon - Montafon Archiv

€ 12, 173 Seiten, hg. v. Michael Kasper, ISBN 978-3-902225-49-8,
Bestellung: info@montafoner-museen.at


Inhalt:
Jahresbericht
Montafoner Museen 2011 (Michael Kasper) 4

Vermittlung
Johann Bitschnau  (1876-1929) (Hans Netzer) 10
„Urlaubsgrüße aus dem Montafon“ (Elisabeth Walch)   13
Die Montafoner Krippensammlung (Andreas Rudigier) 15
„Funka, Fasnacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon (Michael Kasper) 17
septimo 2011 – Reif für Kultur (Nina Tschofen, Karin Valasek) 26
Septimo. September im Montafon. (Bruno Winkler)  27

Geschichte
Urlaubs(t)raum Montafon (Katrin Netter) 30
Freizeiterzählungen vom Ski- und Wintersport (Edith Hessenberger)  35
„Wir liebten Vorarlberg und wir liebten Schruns!“ (Andreas Brugger)  38
Wie das Montafon in die Weltliteratur kam (Arno Heller)  41
Skisport – Jagd – Glücksspiel – Frauengeschichten. (Andreas Brugger) 47
„Erholungstage im Erholungstal Montafon“: die Kuranstalt, das Kurhotel Montafon & ihr Gründer Edwin Albrich (Lisa Hessenberger) 53
Forschungsbericht zu den Studien über Alois Schoder und den „Montafoner Arbeitskreis“ (Dirk Strohmann) 57
Professor Arnold Durig (1872 – 1961) – Dem Montafoner „Berghofrat“ anlässlich seines 50. Todestages zum Gedenken (Andreas Brugger) 61
Amtsträger des Standes Montafon in der frühen Neuzeit (Michael Kasper) 67
Anton Neyer (1849-1940) – Ein Montafoner Wanderarbeiter machte Karriere (Andreas Brugger) 71
Lebenswelt Berg: Kultur, Alltag und Ökonomie in den österreichischen Herkunftsgebieten der Schwabenkinder (Michael Kasper) 78
Die „perckhrichter“ im Berggericht Montafon in der frühen Neuzeit (Georg Neuhauser) 82

Archäologie
Montanarchäologie – Siedlungsforschung – Umwelt:  Zur Geschichte einer inneralpinen Siedlungskammer am Beispiel des Bartholomäbergs und des Schafbergs im Montafon, Vorarlberg (Rüdiger Krause) 94
„Pretest“ zur Kulturgeschichte der Silvretta-Region (Michael Kasper) 98
Zweierlei aus der Silvretta: Veltliner Hüsli 2011 und eine Projektskizze (Christoph Walser) 100
„Von der Spora Alpe bis zum Schweizertor“ (Sarah Leib, Christoph Walser) 104
Furnologie oder von der Wärme in der Stube (Sarah Leib) 108


Kulturlandschaft
Kulturlandschaft Montafon (Leo Walser) 114
Gauertaler Stallgeschichten  (Klaus Pfeifer) 119
Inschriftenlandschaft an der ViaValtellina (Friedrich Juen) 124
Zukunft Maisäßlandschaften Montafon (Marion Ebster) 130
Ohne Kultur kein Tourismus – ein Projektbericht  (Flurina Graf, Hansjürg Gredig) 132
Kulturlandschaftswandel im Montafon (Friedrich Juen, Michael Kasper) 135

Heimatschutzverein
Neuzugänge in Archiv, Bibliothek und Museumssammlung im Jahre 2011 (Andreas Brugger, Elisabeth Walch) 142
Montafoner Erzähltradition: Immaterielles UNESCO-Kulturerbe? (Edith Hessenberger) 145
Veranstaltungen 2011 in Bildern (Michael Kasper) 147
Frühmesshaus Bartholomäberg 2011 – Jahr 3 des „wachsenden Museums“ (Marianne Werle) 158
Die Montafoner Tracht im Gespräch (Elisabeth Walch) 163
Zwischen den Hängen – eine Talschaft im Zweifel (Marina Hämmerle) 165
Die Montafoner Museen im World Wide Web (Michael Kasper) 167
Jahresabschluss 2011 (Judith Ganahl) 169
Heimatschutzverein Montafon 170
Vorstand und Ausschuss  170
Autorinnen und Autoren  171
Publikationen  172

Stadt und Land – Vorarlberger Lebenswelten Ausstellungseröffnung 3.5.2012, 20 Uhr

Stadt und Land – Vorarlberger Lebenswelten
Ausstellungseröffnung im Montafoner Heimatmuseum Schruns mit Mag.a Katrin Netter (Bregenzerwald Archiv), Dr.in Nicole Ohneberg (Gemeindearchiv Hard) und Mag. Andreas Brugger (Montafon Archiv)


Im Rahmen der Langen Nacht der Museen 2011 hat der Arbeitskreis Vorarlberger Kommunalarchive, dem auch das Montafon Archiv angehört, in Hard eine Fotoausstellung präsentiert, die heuer auch mehrere Wochen im Landhaus in Bregenz zu sehen war. Ein Teil der Fotos – genauer gesagt alle Motive aus dem Montafon und dem übrigen Vorarlberger Oberland – sind nun im Rahmen einer Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum in Schruns zu sehen. Historische Fotos zeigen das Lebensumfeld, die Arbeitswelten sowie die Menschen selbst und gewähren dabei einen faszinierenden Einblick in die Lebenswelten aus längst vergangener Zeit. Zusätzlich werden drei Vitrinen mit Objekten ausgestellt, die die tägliche Arbeit von Archivaren veranschaulichen.
Der Abend beginnt mit einer Präsentation des Arbeitskreises, der wichtigsten Aufgaben von Kommunalarchiven sowie der vielseitigen Tätigkeitsfelder von Archivaren. Darauf folgt ein Vortrag über den Inhalt der Fotoausstellung, in dem vor allem auf die Montafoner Motive eingegangen wird. Abschließend gibt es die Möglichkeit, sich beim Betrachten der historischen Fotos auszutauschen.



Die Ausstellung dauert vom 3. Mai bis zum 6. Juni und kann zu folgenden Terminen besichtigt werden:
jeweils Freitag und Samstag, 15-18 Uhr
4. + 5. Mai
11. + 12. Mai
18. + 19. Mai
25. + 26. Mai
1. + 2. Juni

Trockensteinmauerkurs ViaValtellina 3.-5.5.

Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen

Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang Errichtung von Trockensteinmauern. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Binde- und Decksteine, Stabilität, Steinqualität, Werkzeug, Ökologie, etc. eingeführt. Tägliche Erfahrungsaustausche über Erfolge und Misserfolge runden den Kurs ab.
Inhalte: Grundlagen und Grundfertigkeiten zum Trockensteinmauerbau, Goldene Regeln des Trockenmauerbaus und deren praktische Anwendung, Vorgehen in der Planung und Arbeitsvorbereitung bis hin zur Instandhaltung, Werkzeug- und Steinkunde, historische Hintergründe und ökologisch-landschaftliche Bedeutung.
Kursleitung: Dr. Martin Lutz; Kursbeitrag: € 198,--; Anmeldung beim LFI Vorarlberg 05574/400-191


28. Februar 2012

„Maria Rast“ steht zum Verkauf

Bericht auf vorarlberg.orf.at:

"Das Montafon könnte in naher Zukunft ein weiteres großes Hotel beziehungsweise ein Sanatorium oder eine Spezialklinik in historischen Gemäuern erhalten. Denn die Großliegenschaft „Maria Rast“ in Schruns, im Volksmund lange Zeit auch als „Schlössle“ bezeichnet, steht zum Verkauf. Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Immobilie wurde im Jahr 1885 von einem Dominikanerinnen-Orden aus der Schweiz gekauft und dient heute der Caritas als Sozialzentrum.

Mehr als eine Million Euro Kaufpreis

"Die Dominikanerinnen haben sich jetzt dazu entschlossen, „Maria Rast" wieder zu verkaufen“, erklärte Markus Maier, Prokurist der mit dem Verkauf beauftragten Hypo Immobilien & Leasing GmbH, gegenüber der Wirtschaftspresseagentur.com. Die Preisvorstellungen der Dominikanerinnen bewegen sich in einer Größenordnung von mehr als einer Million Euro.
Das historische Gebäude auf einer Anhöhe in der Nähe des Ortszentrums von Schruns verfügt über eine Nutzfläche von 3.400 Quadratmetern und über ein dazugehörendes Grundstück mit mehr als 13.600 Quadratmeter. „Maria Rast“ wurde schon früher als Genesungs- oder Altersheim beziehungsweise als Krankenhaus genutzt. Deshalb werde die Hypo Immobilien & Leasing GmbH versuchen, das Objekt an jemanden zu verkaufen, der eine dementsprechende Nutzung umsetzen wolle, bestätigt Maier.

Gesundheitseinrichtung begrüßen

Der Schrunser Bürgermeister Karl Hueber (Schrunser Volkspartei und Parteifreie) erklärte diesbezüglich auf Anfrage, dass die Gemeinde eine Nutzung von „Maria Rast“ als Hotel oder Sanatorium oder auch als Spezialklinik sehr begrüßen würde. „Wir können hier die uns mögliche Unterstützung etwa hinsichtlich Baunutzungszahlen oder Widmungen bieten“, so Hueber. Ein Teil des zum Verkauf stehenden Grundstückes verfügt bereits jetzt über eine Widmung als „FS Tourismusbetrieb“.

Zu wenig gewerbliche Hotelbetten im Montafon

Schruns und auch das Montafon würden bekanntlich über zu wenig gewerbliche Hotelbetten verfügen, so der Schrunser Bürgermeister. 70 Prozent der angebotenen Gästebetten in Schruns seien bei Privatzimmervermietern oder in Ferienwohnungen situiert. Dieses Missverhältnis gelte es zu ändern.
Aber etwa auch ein Sanatorium bringe interessante Ganzjahresarbeitsplätze mit einer entsprechenden Umwegrentabilität mit sich, sagte Hueber. Da das Montafon hinsichtlich Rehabilitation und Gesundheit schon einige Angebote habe, könne man sich durch ein weiteres Objekt einen entsprechenden Ruf bei den Gästen machen."

2. Februar 2012

Kinderarztversorgung in ländlichen Raum?

"In Bludenz gibt es seit Februar eine neue Kinderarztpraxis. Die dort tätigen Ärzte wollen eng mit dem Krankenhaus zusammenarbeiten, weil dessen Kinderstation geschlossen werden soll. Das Montafon hat indes keinen eigenen Kinderarzt mehr.

Die neue Kinderarztpraxis im ehemaligen Rettungsheim beim Bludenzer Landeskrankenhaus geht mit 1. Februar offiziell in Betrieb. Lothar Bereuter und sein Kollege Bernhard Jochum werden die Praxis samt tagesklinischem Angebot an Werktagen von 8.00 bis 17.00 Uhr offen haben.
Jochum und Bereuter kennen sich seit Jahren. Beide waren lange als Oberärzte an Spitälern tätig, zuletzt hatten sie eigene Praxen - Jochum in Lustenau und Bereuter in Schruns.

Wahrnehmung zusätzliche Aufgaben

Anreiz für die beiden Pädiater, die Gemeinschaftspraxis beim Bludenzer Krankenhaus zu übernehmen, waren einerseits der kollegiale Austausch und die gegenseitige Vertretung, aber auch die Zusatzaufgaben, sagt Lothar Bereuter: „Ein wichtiger Punkt war für mich auch die Möglichkeit einer tagesklinischen Betreuung, weil ich immer wieder das Problem gehabt habe, dass ich kranke Kinder ins Spital schicken habe müssen - für eine Behandlung, die einfach in der Ordination aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen nicht möglich ist“.

Wichtiges Behandlungsfeld: Darminfektionen

Zwei zusätzliche Räume in der Ordination bieten künftig Platz für längere Behandlungen, sagt Bernhard Jochum: „Das ganze ist Neuland, wir müssen uns das erarbeiten. Aber ein wichtiges Krankheitsbild, das wir hier behandeln können, sind sicher die Magen-Darminfektionen mit Brechdurchfall.“ Des weiteren könnte die Betreuung von Erkrankungen der Atemwegsinfekte, die unter Umständen mit Inhalationen behandelt werden müssen, ein wichtiges Aufgabenfeld sein, so Bernhard Jochum.

Schließung der Kinderabteilung im Krankenhaus

Am Krankenhaus Bludenz wird die Kinderabteilung demnächst geschlossen. Die Auslastung ist zu gering - zudem geht der langjährige Primar Raimund Reindl in Pension. Einige seiner Aufgaben werden künftig die beiden Kinderärzte übernehmen, sagt Bereuter: „Während unserer Ordinationszeiten sind wir über eine Notfallnummer auch mit dem Spital verbunden. Und wenn sich im Kreißsaal Probleme abzeichnen beim Kind, dann werden wir ‚notfallmäßig‘ gerufen und sind in kürzester Zeit vor Ort.“

„Neue Praxis hat Vor- und Nachteile“

Dennoch wird es den beiden Niedergelassenen nicht möglich sein, die gesamte bisherige Arbeit von Primar Reindl zu ersetzen, sagt Jochum: „Die neue Lösung hat Vor- und Nachteile. Am Tage ist sicher eine gute, möglicherweise bessere Abdeckung durch eine leistungsfähige Ordination, die mit zwei Kinderärzten besetzt ist, vorhanden. In der Nacht kann dann im Krankenhaus Bludenz keine kinderärztliche Versorgung mehr angeboten werden, das ist sicherlich ein Nachteil im Vergleich zu früher. Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten - ein wichtiger Weg wird das Aufsuchen der Kinderambulanz bzw. der Kinderabteilung am LKH Feldkirch sein.“

Sprechstunde in Schruns einmal pro Woche

Die Versorgung des Montafons, das j mit dem Umzug von Bereuter nach Bludenz keinen eigenen Kinderarzt mehr hat - sehen die beiden Pädiater nicht gefährdet.
In Gesprächen habe sich gezeigt, dass vielen Eltern längere Öffnungszeiten wichtiger seien als ein kurzer Anfahrtsweg. Jeden Donnerstagnachmittag wird es zudem eine Sprechstunde in Schruns geben. Am erstem Februar werden die beiden Ärzte in Bludenz ihre Arbeit aufnehmen."

(Quelle: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2519293/)

26. Januar 2012

Pfarrmatriken St. Gallenkirch - Gortipohl online

Endlich ist es so weit:

Nunmehr können über das Vorarlberger Landesarchiv die vollständig digitalisierten Pfarrmatriken St. Gallenkirch - Gortipohl online eingesehen werden.

http://www.vla.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3711

Die Umsetzung dieses Projekts war wirklich eine großartige Leistung und ist Vorbild für viele andere Archive, die noch nicht so weit sind...

25. Januar 2012

Montafoner Heimatmuseum Schruns


Volkskundliche und kunsthistorische Sammlung, Trachten, Werkzeug, Möbel, bäuerliches Gerät, Handwerk, Alpsennerei, Volksfrömmigkeit, Sonderausstellungen, Montafon Archiv

Das Montafoner Heimatmuseum Schruns befindet sich am Kirchplatz in einem über 500 Jahre alten rätoromanischen Haus, dem ehemaligen Sitz der Bergrichter. Es beherbergt Kulturgut aus dem ganzen Tal und informiert über die Lebensweise der Montafoner/innen.

Das Montafoner Heimatmuseum besteht seit 1906. Ein kleines Zimmer ist als Schulklasse eingerichtet, mit dem obligaten Lehrerpult, dem Harmonium und den feststehenden Holzbänken. Hier wurden acht Schulstufen gleichzeitig unterrichtet. Eine original möblierte Wohnung, bestehend aus Küche, Kammer, Stube und Nähzimmer gewährt Einblick in die Wohnkultur der Talschaft. Eine Alpsennerei, Werkstätten und eine umfangreiche Trachtensammlung runden die Schausammlung ab. Das hier untergebrachte "Montafon-Archiv" nach Dr. h.c. Josef Zurkirchen ist nach Voranmeldung für Studienzwecke zugänglich.

Einige Bilder aus der umfangreichen Postkartensammlung  sind unter http://www.vorarlbergmuseen.at/museen/montafoner-heimatmuseum-schruns/objekte/ einsehbar...

23. Januar 2012

Vortrag: Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620

„Pfennigzins, Vogelrecht, Ärch und Schesaplana ...“
– das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620
Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner


Eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte und Landeskunde des südlichen Vorarlberg bildet das Urbar von 1620. Der Vortrag geht der Entstehung dieses umfangreichen Dokuments nach, skizziert seinen Aufbau und stellt zahlreiche Details der regionalen Vergangenheit vor. Darunter befinden sich selbst für Fachleute manche überraschenden Erkenntnisse.

Das Buch zum Thema: Das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620. Kommentar und Edition. Bearb. von Katrin Rigort und Manfred Tschaikner (Quellen zur Geschichte Vorarlbergs 14). Regensburg: Roderer Verlag 2012; ISBN 978-3-89783-740-9

26. Februar 2011

Kreuzweg von Hannes Bertle wird angekauft

Mit Sponsorenbeiträgen, Förderungen des Landes und einem Unterstützungsbeitrag des Standes Montafon (ca. EUR 25.000,00) wird der bekannte Kreuzweg von Hannes Bertle angekauft. "Damit wird die Erhaltung eines Kunstwerkes eines heimischen Künstlers für die Nachwelt gesichert", teilte der Stand Montafon auf Anfrage mit.


"DER KREUZWEG VON HANNES BERTLE -
DAS HAUPTWERK EINES MONTAFONER KÜNSTLERS"

Die 14 Stationen des Kreuzweges zählen zu den Hauptwerken des Montafoner Künstlers Hannes Bertle (1910 - 1978). Das Werk wurde ursprünglich zwar für die Valduna- Kapelle in Rankweil geschaffen, eignet sich aber aufgrund seiner Qualität und Dimension im Besonderen für einen dauernden Aufenthalt im öffentlichen Montafoner Raum. Der Reigen der kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten des Tales würde durch die Anbringung des Werkes in der Tschaggunser Kirche eine wesentliche Bereicherung erfahren. Gelten heute schon die Kirchen am Kristberg, in Bartholomäberg und in St. Gallenkirch zu überregionalen Besonderheiten, so würde künftig Tschagguns auch in dieser Reihe aufgezählt werden müssen. Die Arbeit Bertles greift übrigens unbewusst ein Motiv der Tschaggunser Kirche auf, welche die Vorliebe Bertles für das Mittelalter und die Tschaggunser Kirche als eine Kirche mit mittelalterlichen Wurzeln belegt. Es handelt sich um die Quadermalereien in der Laibung des aufgedeckten Fensters im Chor der Tschaggunser Kirche, welches formal im Kreuzweg ganz ähnlich gestaltet ist. Jedenfalls ist der Ankauf des Kreuzweges und seine Installierung in der Tschaggunser Kirche aus kunst- und kulturgeschichtlicher Sicht - vor allem bezogen auf das Montafon - sehr zu begrüßen und würde die Sehenswürdigkeiten des Tales um ein wichtiges Objekt erweitern.
Dr. Andreas Rudigier
(kulturwissenschaftlicher Bereichsleiter des Standes Montafon)

11. Februar 2011

Andreas Rudigier neuer Direktor des Landesmuseums

Bregenz (VLK) - Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft hat Andreas Rudigier einstimmig zum neuen Direktor des Landesmuseums bestellt. Landesrätin Andrea Kaufmann: "Rudigier konnte die Expertenkommission im Hearing mit hoher fachlicher und kommunikativer Kompetenz überzeugen. Seine Fähigkeit, Menschen für eine Sache zu begeistern und zu vernetzen sowie seine profunde Kenntnis der Vorarlberger Geschichte und Museumslandschaft waren ausschlaggebend".

Andreas Rudigier übernimmt ab 1. April 2011 die Leitung des Landesmuseums. Der gebürtige Bludenzer ist 45 Jahre alt, arbeitet unter anderem als Leiter der Montafoner Museen in Schruns und wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern derzeit in Zams. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Kunstgeschichte an der UNI Innsbruck war er als freischaffender Kunsthistoriker, in der Lehrerfortbildung und als Gutachter tätig. Er hat eine Vielzahl wichtiger Projekte initiiert und eine lange Reihe von Publikationen zur Kulturgeschichte und regionalen Volkskunst herausgebracht. Rudigier ist Leiter des Montafon Archivs und seit 2010 Präsident des Vorarlberger Landesmuseumsvereins.

Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Landesmuseums hat er wesentlich am Konzept für das neue Landesmuseum mitgearbeitet. Er sieht nach eigenen Angaben im vorliegenden Konzept eine gute Basis zur Weiterentwicklung des Museumsprofils bis zur geplanten Eröffnung im Jahr 2013. "Kontinuität und Professionalität sind bei der Finalisierung der konzeptuellen Arbeit für das neue Museum mit der Bestellung Rudigiers in hohem Maße gewährleistet", betont Landesrätin Kaufmann. 


8. Februar 2011

VLM: Auswirkungen auf Montafoner Museen

Bzgl. der Neubesetzung der Leitung des Vorarlberger Landesmuseums fand sich heute auf austria.com bzw. in den VN der folgende Artikel:

von Christa Dietrich - Schruns (VN) -   Die Bestellung eines neuen Leiters des Landesmuseums bzw. „Vorarlberg Museums“ könnte auch Auswirkungen auf die Montafoner Museen haben.


Es ist kein Geheimnis, dass der Kunsthistoriker und Jurist Andreas Rudigier als Favorit für den Posten gilt. Er hat Konzepte für die Häuser im Montafon erarbeitet und umgesetzt und wissenschaftliche Forschungen vorangetrieben. 
Die Museen, deren Träger der Stand Montafon ist, wurden ausgezeichnet. Der Ausbau des Haupthauses in Schruns löste aber auch rege Diskussionen aus. Das Vorarlberger Architekturbüro marte.marte (Stefan und Bernhard Marte) erhielt für seine Ausbaupläne zwar den Zuschlag, findet damit aber nicht die volle Zustimmung in der Bevölkerung. Allerdings ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit bislang hochprofessionell abgelaufen. In den nächsten Wochen wird das Projekt in verschiedenen Ausschüssen behandelt. Eine neue Führungskraft zu finden (womöglich im Team, mit dem Rudigier bislang erfolgreich arbeitete), dürfte das kleinere Problem sein.

Die Entscheidung dürfte wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen, nachdem heute auch der neue Geschäftsführer der KUGES vorgestellt wurde. Man kann gespannt sein...

14. Januar 2011

Projekt: Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons

Hypo Tirol Bank Forschungsförderungspreis 2010 für Michael Kasper mit dem Projekt "Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons".

Aktuellen Ansätzen in der Geschichtsschreibung folgend beschäftigt sich das Projekt mit der frühneuzeitlichen Wirtschafts-, Sozial- und Politikgeschichte einer alpinen Region am Beispiel des Montafons. Da die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick der Forschung geriet, setzt dieses Projekt bei diesem Mangel an und nähert sich über noch nie ausgewertete Quellen den dort herrschenden sozialen und politischen Verhältnissen vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Der Entwurf eines umfassenden sozial- bzw. wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes bedarf einer breit erschlossenen Quellenbasis. Dieses Projekt soll die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. 

Bericht am iPoint der Universität Innsbruck.

Publikation: "Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l'Ancien Régime"

Der  Lothringer  Roland  WALCK  interessiert  sich  seit  über  10  Jahren  für  die Einwanderung der Tiroler/Vorarlberger im elsäßischer und lothringischer Raum vom 17. und 18. Jahrhundert. Er hat das Ergebnis seiner Arbeit unter dem Titel : "Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l'Ancien Régime" vor kurzem veröffentlicht. 
  Der erste Teil seines Werkes von 121 Seiten nimmt die historischen Hauptereignisse der betreffenden Gegenden wieder auf, erwähnt dann die verschiedenen Bedingungen die zur Einwanderung  von  Tirolern und Vorarlbergern (v.a. aus dem Montafon)  geführt  haben,  die  Rolle  der  Zünfte,  den  religiöser  Aspekt  der Bewegung,  die  Annahme  durch  die  Einheimischen,  die  Politik  des  Herzoges  Leopold,  die Verbindungen  mit  dem  Heimatland,  den  Niedergang  der  Einwanderung.  Eine  Analyse  die gesammelten Daten beendet diesen Teil. 
  Der zweite Teil, der Wesentlichste, besteht aus einer Aufnahme von 2.250 Tirolern und Vorarlbergern. Dieser Teil umfaßt    mehr    als    16.000  Daten  über  diese Immigranten. Der  Leser  wird dort seine Abstammung bzw.  seine Vorfahren finden,  die  Daten  und  Ort  der  erste Aufnahme  in  Frankreich,  den  Ursprung  in  Tirol  und Vorarlberg, die praktizierten Berufe, die Geburtsdaten der Immigranten… 
  Mehrere Forschungen in verschiedenen Archiven  von  Tirol  und  Vorarlberg,  die  ergiebigen Kontakte  mit  österreichischen  Forschern,  erlauben Roland  WALCK  in  diesem  Werk  teilweise  völlig neue Informationen über diese Immigranten zu liefern. 
  Das   Buch   kann   beim Verfasser bestellt werden für 15,00 € + Versandkosten  von 6,50 €. Die Zahlung ist per Banküberweisung zu regeln, nach dem Erhalt des Buches (vollständige Bankdaten sind im Begleitbrief erhalten).
Roland WALCK    22A rue  du  moulin    F - 57910 Neufgrange
e-mail  : walrol@orange.fr

Seilbahn-Projekt scheint tatsächlich zu kommen

Völlig ohne öffentliche Diskussion, nahezu ohne Stellungnahmen der lokalen Bevölkerung und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit wurde die Umgestaltung der Montafoner Bergbahnlandschaft - insbesondere mit dem Neubau einer Bahn von St. Gallenkirch ins Schigebiet Hochjoch - in die Wege geleitet und von den Behörden durchgewunken. Die zahlreichen und vielfältigen Probleme, die diese Neuerschließung mit sich bringen wird, werden völlig ausgeklammert...


Bericht dazu auf vol.at am 10.11.11:

"Grünlicht für Seilbahn- Großprojekt
von Hans Günter Pellert - St. Gallenkirch (VN) -  Die Bezirkshauptmannschaft in Bludenz hat das Hochjoch- Nova- Seilbahnprojekt abgesegnet.
Es ist die größte Investition der Silvretta Montafon Bergbahnen AG, um den Skigebieten Hochjoch und Nova eine gemeinsame Top- Position unter den großen Skiregionen im Alpenraum zu verschaffen: 30 Millionen Euro steckt das Tourismusunternehmen in das ehrgeizige Ziel der großen Montafoner Skiraumverbindung. Auf dem Weg zur Verwirklichung des Großprojekts wurde jetzt eine wichtige Hürde übersprungen.
Für das aufwendige Seilbahnvorhaben, das sich seit Frühsommer vorigen Jahres im Behördengenehmigungsverfahren befindet, liegt ein positiver Bescheid vor. Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bezirkshauptmannschaft Bludenz, hat gleichsam grünes Licht für die Verbindung zwischen den Skigebieten Hochjoch und Nova gegeben. „Die erforderliche Bewilligung in forst- und naturschutzrechtlicher Hinsicht wurde inzwischen erteilt“, bestätigt Dr. Georg Hoblik, Vorstandschef der Silvretta Montafon (SiMo)AG, auf VN- Nachfrage.
In den nächsten drei Wochen soll nun auch mit den letzten drei der insgesamt 70 Grundeigentümer das Einvernehmen bezüglich der Grunddienstbarkeiten, also etwa dem Überfahrtsrecht, hergestellt werden. Wenn das gelungen ist, kann auch das Konzessionsverfahren für das Bauvorhaben durch die Seilbahnbehörde im Verkehrsministerium zum Abschluss gebracht werden. „Unser Ziel ist es, dass schon im März mit den ersten Bauarbeiten für die Seilbahntrasse begonnen werden kann“, ist der SiMo- Chef optimistisch.
Nach Abschluss der Wintersaison soll das Großprojekt dann vollends in Angriff genommen werden. Es geht um den Aufbau der neuen „Grasjoch“- Verbindungsbahn mit der Talstation in Galgenul und der Errichtung der neuen „Hochalpilabahn“ – die 1,4 Kilometer lange Gondelbahn wird die alte Grasjoch- Doppelsesselliftanlage ersetzen. Die neue, knapp vier Kilometer lange „Grasjochbahn“, die größte – ohne Mittelstation – durchgehende Einseil­umlaufbahn Österreichs, die von Doppelmayr gebaut wird, stellt hinkünftig das Herzstück im 280 Hektar großen Skiraum der Silvretta Montafon dar. Nicht nur, dass es mit der modernen 8er- Gondelbahn binnen zwölf Minuten hoch hinauf ins Sonnengebiet gehen wird und eine bessere Verteilung der Skifahrer­ströme – Wegfall der Wartezeiten an Sennigrat- und Valiserabahn – erzielt werden soll.
Die leistungsstarke Seilbahn ist der wichtige Lückenschluss zwischen Hochjoch und Nova, soll das gesamte Skigebiet fit für die Zukunft machen, um in der skitechnischen Oberliga mitspielen zu können. SiMo- Chef Hoblik, der im vorigen Herbst die gesellschaftsrechtliche Fusion der Hochjochbahn mit der Silvretta Montafon Bergbahnen AG über die Bühne gebracht hat, bezeichnete denn auch die neue Verbindungsbahn schon als „Leuchtturmprojekt“ für die Weiterentwicklung der gesamten Ski- Destination."

20. Dezember 2010

Montafoner Museum NEU

Aus dem Bürgerforum der VN:

Zum Beitrag von Heiner Bertle und im Allgemeinen möchte ich meine Meinung und Sichtweise in vollkommen sachlicher Form kundtun:

Eingangs bekenne ich mich zum Projekt Museum Neu, als Ganzes und auch zur Fassade und sehe es als große Chance für das Montafon und Schruns an diesem Standort. Ich würde mich freuen,  wenn es bald umgesetzt und realisiert würde.

Zu meinem Grundsatz gehört, dass jeder Bürger das Recht hat zu sagen, ob das Projekt gefällt oder nicht. Das ist eine subjektive Auffassung, die ich selbstverständlich akzeptiere. Ich kann auch Verständnis dafür aufbringen, wenn ein Anrainer möglicherweise Nachteile für sich sieht und deshalb dagegen ist.

Das bisherige Herangehen vom Montafoner Heimatschutzverein an das Projekt mit einem Architekturwettbewerb und einer neutralen, fachlich ausgezeichneten Jury war und finde ich ehrlich und korrekt. Ablenkung und Vernebelung auf Kosten des Steuerzahlers sehe ich nicht. Vorhandene und dafür vorgesehen EU-Gelder liegen zu lassen, wäre einfach schade.

Selbstverständlich muss ein solches Bauvorhaben genau wie alle anderen auch behördlich abgewickelt und genehmigt werden, aber erst zum Zeitpunkt der Realisierung und nicht schon im Projektstadium.

Das alte Konsumgebäude Nr. 17 ist jetzt schon eine Bauruine und Schandfleck. Von bestehenden  Ensemblefronten des Kirchplatz,  und einer ortstypischen Bausubstanz kann nach meiner Meinung nicht gesprochen werden. Zuviel ist in der Dorfgasse in den letzten Jahren durch Neubauten ohne große Rücksicht auf Bestehendes verändert worden. Es wäre schade den jetzigen Zustand weiter verfallen  und ungenutzt zu lassen.

Freilich führt ein solches Projekt zwangsläufig zu unterschiedlichen Meinungen, insbesondere die geplante Fassade. Aus Sicht mündiger Montafoner und Schrunser Bürger ist von einer Spaltung der Bevölkerung quer durch die Familien und Generationen nicht die Rede. Dürfen denn in einer Familie oder Generation nicht unterschiedliche Meinungen vertreten werden? In meiner Familie jedenfalls schon !

Gar nichts abgewinnen kann ich von der Meinung, ein Kunst- und Eventhaus in einer Baulücke oder auf der Grünen Wiese zu errichten.
Das Montafoner Heimatmuseum gehört einfach in Ortszentrum von Schruns !

Da bin ich mir sicher, dass dies die Meinung der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung ist.

Mein Motto dazu: "Alles Alte sollen wir ehren, aber für das Neue sollten wir leben"

In diesem Sinne mein persönlicher Adventwunsch:

Gehen wir respektvoll miteinander um und akzeptieren friedlich andere Meinungen, unter Vermeidung von Beleidigungen und bösartigen Aussagen.

Herbert Gamon
Schrunser Bürger und Mitglied des Heimatschutzverein

Schrunser Heimatmuseum weiter umstritten

Die Schrunser Gemeindevertretung hat sich gegen den Entwurf des Architekturbüros Marte.Marte für den Erweiterungsbau des Heimatmuseums ausgesprochen. Streitpunkt ist die Betonfassade im historischen Ortskern.

Knappe Mehrheit gegen Projekt Das Weilerer Büro Marte.Marte hatte den Architektur-Wettbewerb gewonnen. Ihr moderner Entwurf, ein Kubus aus Beton und Glas, entzweit aber die Bevölkerung.

Die Gemeindevertretung sprach sich am Mittwoch mit knapper Mehrheit gegen den vorliegenden Entwurf des neuen Heimatmuseums von Marte.Marte aus. Eingebracht hat den Antrag die Liste "Metanand für Schru", der Zusammenschluss der Freiheitlichen und Parteifreien. Sie stoßen sich an der Beton-Fassade des Gebäudes mitten im historischen Ortskern.


Hueber: Kein fixes Aus für Siegerprojekt Bürgermeister Karl Hueber von der ÖVP muss nun diese Haltung gegenüber dem Bauherrn, dem Stand Montafon, vertreten. Er spricht von einem Politikum, es gäbe keine sachliche Diskussion zu diesem Thema.

Für Hueber bedeutet das aber noch nicht zwingend das Aus für das Siegerprojekt von Marte.Marte. Wenn der Bauherr diesen Entwurf dennoch einreicht, hat sich die Gemeindevertretung erneut damit zu befassen, sagt er. In der Gemeinde gäbe es mehr Befürworter als Kritiker, sagt Hueber.

Für Sigi Neier von der Gemeinschaftsliste ist das Thema vom Tisch, er ist dafür, einen anderen Entwurf aus dem Wettbewerb weiterzuverfolgen.

 
Auschüsse gebildet - Ergebnisse im Mai Unabhängig von einem konkreten Projekt werden sich nun vier Ausschüsse mit dem Thema Heimatmuseum neu befassen. Es geht um verschiedene Fragen: Baurecht, Auswirkungen auf das Ortsbild, ob das neue Museum auch für touristische Veranstaltungen genutzt werden kann und inwieweit es zur Identitätsbildung für das Montafon beiträgt.

Bürgermeister Hueber rechnet damit, dass die Ausschüsse ihre Ergebnisse spätestens im Mai präsentieren werden. Wenn es dann zu keiner eindeutigen Entscheidung kommt, wird es eine Volksabstimmung geben.

16. Dezember 2010

3 neue Publikationen zur Geschichte des Montafons

In den letzten Tagen erschienen drei neue Veröffentlichungen in Sammelbänden bzw. Zeitschriften zur Geschichte des Montafons:
  • Michael Kasper: Der Kampf um Macht und Geld? Die Rolle der ländlichen Eliten bei der Erhebung 1809, in: Hannes Liener, Andreas Rudigier, Christof Thöny (Hg.): Zeit des Umbruchs. Westösterreich, Liechtenstein und die Ostschweiz im Jahr 1809 (= Schriftenreihe des Arbeitskreises für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraumes 1), O.O. 2010, S. 47-64.

6. Dezember 2010

Filmpräsentation in der Remise Bludenz

VORARLBERG - DIE GROSSE NATURDOKUMENTATION

Fünf Jahre ist der Dornbirner Filmemacher Hanno Thurnher mit Mike Bertschler, Peter Mathis und anderen durch das Land gezogen. Sie haben die höchsten Berge bestiegen, Kamerakräne in die engsten Täler und tiefsten Schluchten transportiert um grandiose Stimmungen einzufangen. Sie haben die letzten "Naturtypen" begleitet, sind zu mystischen Plätzen gezogen, haben dunkle Höhlen begangen und hielten die Tier- und Pflanzenwelt im Wandel der Jahreszeit fest.

Daraus ist eine große vierteilige Naturdokumentation entstanden, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch durch interessante Geschichten ein Stück Zeitgeschichte festhält. In der Remise Bludenz werden Ausschnitte gezeigt – der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf der Region Bludenz.

Die bisher erschienenen DVDs der Reihe können nach der Präsentation erworben werden. Der Filmemacher Hanno Thurnher –auch bekannt durch seine Dokumentation „Die Arlbergbahn“ – ist bei der Präsentation anwesend.


Freitag, 10. Dezember 2010, 20.00 Uhr Remise Bludenz (www.remise-bludenz.at)
Eine Veranstaltung des Museumsvereins Klostertal und der Bludenz Kultur GmbH


Die DVDs aus der Reihe Cinedoku Vorarlberg können auch über den Museumsverein Klostertal erworben werden.
Weitere Informationen zum Projekt: www.cinedoku.com

Museumsverein Klostertal
Obmann Christof Thöny
Wald am Arlberg 60a
A-6752 Dalaas

Tel. +43 (0)664 4911474
christof.thoeny@klostertal.org