21. November 2008
Bilanzpräsentation der Geschichtswerkstatt Silbertal
Silbertal, Vereinshaus
An diesem Abend entwirft die Geschichtswerkstatt Silbertal ein rückblickendes Selbstbild. Wesentliche Ergebnisse der Arbeit werden vorgestellt, aber auch die Arbeitsweise und das Selbstverständnis dieser Gruppe sind Thema des Abends. Nicht zuletzt widmet sich die Veranstaltung der Frage, was regionalhistorische Basisprojekte wie dieses leisten können. Immerhin darf die Silbertaler Geschichtswerkstatt für sich in Anspruch nehmen, ein singuläres und exemplarisches Beispiel dörflicher Erinnerungsarbeit zu sein. Großen Anteil daran haben der Heimatschutzverein und die Museen Montafon.
Seit Juli 2007 arbeitet die Geschichtswerkstatt Silbertal an einer Aufarbeitung der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus. Mittlerweile hat sich diese Initiative zu einem überregional beachteten und geschätzten Modell lebendiger Erinnerungskultur entwickelt.
Der Bilanzabend bietet nun Gelegenheit, die Arbeitsergebnisse und eine rückblickende Gesamteinschätzung dieses Projektmodells kennen zu lernen.
Programm:
• Geleitworte Landesrat Mag. Siegi Stemer
• Präsentation der Publikation „Von Silbertal nach Sobibor. Über Josef Vallaster und den Nationalsozialismus im Montafon“ von Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Weber, Vorarlberger Landesarchiv.
• Einblick in die Aktivitäten der vergangenen eineinhalb Jahre mittels einer Filmdokumentation des ORF-Journalisten Markus Barnay.
• Bilanz und persönliche Erfahrungen einzelner Mitglieder der Geschichtswerkstatt Silbertal, mit kulturellen Zukunftsaspekten.
• Vorstellung eines Grundkonzeptes für die Neugestaltung eines öffentlichen Erinnerns an Krieg und
Nationalsozialismus in Silbertal.
• Würdigung von Silbertaler Jugendlichen für ihre Projektinitiative zum Thema „Zivilcourage.“
Moderation Jutta Berger, Journalistin (Der Standard)
19. November 2008
Die Montafonerin
19.30 Uhr Schruns,
Montafoner Heimatmuseum
Die Montafonerin.
Auf den Spuren weiblicher Lebenswirklichkeit vom 16. bis zum 21. Jahrhundert
(Buchpräsentation mit Mag. Christina Arnold)
Was kann der moderne Mensch von den Frauen und ihrer Geschichte in der kleinen geographischen Region des Montafons lernen? Diese Frage werden die Leserinnen und Leser individuell für sich beantworten, wenn sie sich von der Kraft, Leistung und Ausstrahlung der Montafonerinnen berühren lassen. Das Buch basiert auf historischen Quellen und zeichnet ein buntes Bild von Tradition, Brauchtum, sprachlichen Besonderheiten und gelebten Werten. Es öffnet die Augen für das Leben – das Leben der Frauen, wie sie es unter den zeitlichen und räumlichen Gegebenheiten meistern und aktiv gestalten. Wenn heute postuliert wird, „Die Zukunft ist weiblich“, dann hat das zutiefst mit Lebens- und Überlebensstrategien zu tun, die Frauen im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Die Montafonerinnen geben dafür ein anschauliches Beispiel.
Zum Buch sprechen die Autorin Mag. Christina Arnold (sie ist geborene Schrunserin und lebt heute in Birgitz bei Innsbruck) sowie Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Weber (Mitherausgeber des 4. Bandes der Montafoner Geschichte)
1. November 2008
Grenzüberschreitungen. Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen
Freitag, 14. November 2008, 19.00 Uhr
Das Phänomen Grenze, seine Entstehung und Wirkung auf Menschen sowie die Grenze als
Schauplatz schicksalhafter Ereignisse stehen im Mittelpunkt der GRENZÜBERSCHREITUNGEN:
Das 20. Jahrhundert brachte rasante Veränderungen und Entwicklungen mit sich, die in
der Betrachtung von Grenzen besonders deutlich werden. Kernpunkte sind die Auseinandersetzungen
mit der Grenze aus historischer Perspektive, aber auch aus der Perspektive
der Menschen zu beiden Seiten, wie zum Beispiel aus derjenigen von landwirtschaftlichen
Hilfskräften, Schmugglern, Zöllnern, Schleppern oder Flüchtlingen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag und Sonntag, 14.00 bis 17.00 Uhr.
Führungen und Sonderöffnungen jeweils auf Anfrage.
Weihnachten geschlossen.
Finissage: 28. Juni 2009
Kulturhaus Rosengarten, Hauptstrasse 17, Postfach 123, 7214 Grüsch
Tel. 081 325 16 82, Fax 081 325 35 91
info@kulturhaus-rosengarten.ch, www.kulturhaus-rosengarten.ch
19. Oktober 2008
Grenzgeschichte. Historisches zur Grenze im Montafon

Historische Aspekte der Grenze; ihre Entwicklung, Veränderung und vor allem ihre Bedeutung für die Bevölkerung stehen im Mittelpunkt dieses Vortrages. In einem thematischen Längsschnitt werden die unterschiedliche Wahrnehmung von Grenzen im Laufe der Geschichte, die verbindenden und trennenden Aspekte, welche die Lebensräume im Umfeld der Grenze prägten sowie die mit dem Phänomen Grenze zusammenhängenden sozioökonomischen Auswirkungen beleuchtet.
8. Oktober 2008
Erdverkabelung
Ähnliches gilt dann für das Tal selbst. Auf den Spazier- und Radwegen entlang der Ill summen nicht die Bienen, sondern surren die Hochspannungs-Leitungen... Dazu kommt dann noch der Umstand, dass die höchsten menschlichen Bauten nicht die Kirchtürme, sondern die Strommasten sind (ausser vielleicht in Gargellen, aber das ist ein anderes Thema...). Engagement und Initiative sollte man nun nicht nur von Bürgerbewegungen und direkt betroffenen Bürgermeistern erwarten, sondern vor allem vom Stand Montafon, der ja in letzter Zeit nicht unumstritten war und gerade in diesem Bereich zeigen könnnte, dass er auch Probleme lösen und die Entwicklung im Montafon positiv weiterbringen kann...
Beitrag vom 8.10.08 auf vorarlberg.orf.at.
6. Oktober 2008
Von Grenzüberschreitern und Grenzbewachern
Von Grenzüberschreitern und Grenzbewachern.
Eine Annäherung an das Geschäft mit der Grenze am Beispiel der Biographie Meinrad Juens
(Vortrag von MMag.a Edith Hessenberger)
Das sagenumwobene Schmugglerwesen wird heute stark romantisiert. Edith Hessenberger (Ethnologin und Kuratorin der Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum) lädt zu einem Blick hinter die Kulissen ein: Wer waren Schmuggler? Wie sah ihr Alltag aus? Und welchen Stellenwert hatte das Schmuggeln wirklich für die Montafoner? Mit der Biographie Meinrad Juens, der in der NS-Zeit auch zahlreiche Flüchtlinge in die Schweiz geleitet hat, wird nicht nur ein interessanter Aspekt, sondern eine besonders beeindruckende Persönlichkeit der Montafoner Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet.Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung "Grenzüberschreitungen" im Montafoner Heimatmuseum Schruns (die noch bis zum 26. Oktober geöffnet ist und ab 14. November im Museum Rosengarten in Grüsch zu sehen ist).
Zwangsarbeit in Vorarlberg am Beispiel der Illwerke
Diesen Freitag wird die 2005 abgeschlossene und bisher nicht veröffentlichte Dissertation zum Thema "Zwangsarbeit in Vorarlberg am Beispiel der Illwerke" im Rahmen der Ausstellung "Grenzüberschreitungen - Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen" erstmals in Vorarlberg der Öffentlichkeit präsentiert. Nach den teilweise hitzig geführten Diskussionen um die Zugänglichkeit der Arbeit (die erst im Frühjahr 2008 im Vorarlberger Landesarchiv zur Einsichtnahme hinterlegt wurde und bis dahin gesperrt war) sowie deren Qualität (die von Historikern der Malingesellschaft in Frage gestellt wurde) kann mit Spannung die Präsentation mit anschließender Diskussion in Gaschurn erwartet werden. Es ist zu hoffen, dass sich auch die Kritiker ins innere Montafon begeben und dort mit dem Autor einen fachlichen Disput führen werden...
Ausschreibungstext zum Vortrag von Dr. Jens Gassmann am 10.10.08 um 19:30 im Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn:
"Die Geschichte der montanen Baustellen der Vorarlberger Illwerke während der Zeit des Nationalsozialismus sorgten in den vergangenen Jahren häufig für wissenschaftliche aber auch emotionale Dispute. Ihrer Verpflichtung zur Aufklärung nachkommend, haben die Vorarlberger Illwerke AG im Rahmen einer Dissertation die Aufarbeitung dieses Kapitels der Firmengeschichte in Auftrag gegeben. Herausgekommen ist eine nicht alltägliche Dissertation, welche beides, Mikrokosmos wie Makrokosmos dieser Zeit, in einem synchronen wie diachronen Schnitt beleuchtet. Nicht nur die Politik der Elektrizitätswirtschaft auf Reichsebene, sondern auch die ganz alltägliche Geschichte des Fremdarbeiters auf der Baustelle, seine Lebensumstände, Versorgungssituation werden beleuchtet und vorgestellt.
Schwerpunkt dieses ersten, für die breite Öffentlichkeit zugänglichen, Vortrages bildet die soziale Situation unter der Fokussierung Fremd sein, an der Grenze leben und davon nichts wissen!?"
15. September 2008
Bronzezeit zum Anfassen
Ein Projekt im Rahmen des Spezialforschungsbereich HiMAT untersucht die bronzezeitliche Besiedlung und den Bergbau im Montafon. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr finden deshalb dort Grabungen statt. Die Wissenschaftler nahmen dies zum Anlass gemeinsam mit Montafon-Tourismus und dem Stand Montafon die Bevölkerung und die Gäste in Bartholomäberg zu einem „Tag der offenen Grabung“ einzuladen. Die Besucher konnten dabei die Ausgrabungen der Archäologen beobachten und die in der Bronzezeit übliche Technik des Kupfergießens kennenlernen. Die ganz kleinen Gäste durften gar selbst zu den Werkzeugen greifen und sich als Archäologen versuchen. Projektleiter Prof. Rüdiger Krause aus Frankfurt führte die Besucher zur bronzezeitlichen Siedlung am Friaga Wald. SFB-Sprecher Prof. Klaus Oeggl vom Institut für Botanik der Universität Innsbruck kredenzte bronzezeitliche Küche, wobei das Menu aus Gersten-Linseneintopf mit Speck, Süßer Hirse, Linsen in Bier und Wildschweinbraten bestand. Das Duo Jabadao sorgte mit keltisch-irischen Klängen für die passende musikalische Umrahmung. „Der Publikumsandrang war sehr groß“, berichtet Dr. Mario Prast vom Koordinationsbüro von HiMAT. „Für die beteiligten Wissenschaftler war es eine gute Gelegenheit, die Kontakte mit der lokalen Bevölkerung sowie Wirtschaft und Politik zu pflegen.“ Der Spezialforschungsbereich wird von den Gemeinden Bartholomäberg und Silbertal sowie vom Stand Montafon finanziell gefördert.
Links:
12. September 2008
Vortrag "Die Herren im Tal - Montafoner Eliten um 1800"
Zum Inhalt:
Neben einem Überblick zur Geschichte des Montafons zwischen 1780 und 1820 stehen die lokalen Führungsschichten zur Zeit der Einführung der bayerischen Gemeindeverfassung im Mittelpunkt dieses Vortrags. Wie sah damals die soziale Schichtung aus und wer waren die politischen und wirtschaftlichen Eliten im Montafon? Zwei recht bekannte Vertreter der Oberschicht stellen Johann Joseph Batlogg und Ignaz Vonier dar. Ihre Strategien zur Sicherung und zum Ausbau ihrer sozialen Stellung im Tal werden ebenso beleuchtet wie das Kreditvergabesystem in der ländlichen Gesellschaft, die Karrieren und Ämterlaufbahnen der Dorfhonoratioren sowie die Übernahme bürgerlicher Ideale und Lebensstile durch die bäuerlich geprägte Oberschicht.
Zum Nachlesen:
Michael Kasper: Die Herren im Tal - Montafoner Eliten um 1800
7. September 2008
"Hannibal Brooks"
Die Anfangsszene (im Trailer ab Sek. 23) mit dem entgleisenden Zug wurde mit der Montafonerbahn gedreht...
Filminhalt:
"During World War II, Brooks, a peace-loving British soldier, is captured by the Germans in Italy and placed on a prison train to Germany. On board, he meets Packy, an American prisoner of war who engineers an escape for them against Brooks's will. They are captured and taken to a prison camp outside Munich. Brooks is assigned to work at the local zoo, where he becomes attached to Lucy, a 15-year-old elephant. The elephant keeper is killed during an air raid; and Brooks is detailed to take Lucy by train to a zoo in Innsbruck, Austria. Their railroad car is commandeered by SS Col. von Haller, however, thus forcing Brooks and Lucy to make the journey by foot. Accompanying them are Willi, a friendly Austrian guard; Vronia, a Polish prisoner who is their cook; and Kurt, a disagreeable German guard who frequently gets drunk and insults both Vronia and the elephant. Brooks accidentally kills Kurt when the latter threatens to shoot Lucy; and Willi suggests they cross the Alps to the Swiss border, 60 miles away. Brooks agrees, but insists upon taking along Lucy. Brooks sets out with Lucy on the long trek across the Alps after Vronia and Willi have gone on ahead. En route, he repeatedly crosses paths with his pursuers, led by von Haller, as well as with Packy, who now leads a guerrilla band of escaped prisoners. Finally, Brooks, Packy, Vronia, and Willi all reach the border, whereupon von Haller, who is deserting as the war nears its end, tries to doublecross them to make good his own escape. During the fighting that breaks out, Vronia and Willi, who have betrayed their loyalties, are killed, but Lucy knocks down a border post and leads Brooks, Packy, and the remnants of his small army, to safety in Switzerland." (Quelle: http://www.tcm.com/tcmdb/title.jsp?stid=77303)
HiMAT-Publikation in Antiquity
1. September 2008
Ein Montafoner Steuerbuch aus dem Jahr 1645
Ein Montafoner Steuerbuch aus dem Jahr 1645. Bemerkungen zur regionalen Wirtschafts- und Sozialgeschichte in der frühen Neuzeit - Edition und sozialstatistische Auswertung

Serielle quantitative Quellen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des ländlichen Raumes in der frühen Neuzeit sind in peripheren alpinen Regionen wie etwa Vorarlberg verhältnismäßig selten. Eine Ausnahme bilden jedoch die, zum Großteil im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz überlieferten, Steuerbücher aus dem Montafon, die vom 17. bis ins 19. Jahrhundert reichen und von der regional- und lokalhistorischen Forschung bislang weitgehend unbearbeitet geblieben sind. Anhand dieser relativ dicht überlieferten Verzeichnisse aus den einzelnen Kirchspielen des Montafons ist es möglich, die demographische Entwicklung und die sozialen Strukturen sowohl der einzelnen Dörfer als auch der gesamten Talschaft zu rekonstruieren, sowie deren Veränderungen zu analysieren. Mit dieser Arbeit wird anhand des ältesten Montafoner Steuerbuches aus dem Jahr 1645 das für zahlreiche weitere wirtschafts- und sozialhistorische Untersuchungen grundlegende quantitative Quellenmaterial erstmals editorisch und sozialstatistisch erschlossen. (Klappentext)
26. August 2008
Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum Schruns
Viele Besucherinnen und Besucher des Montafoner Heimatmuseums sind überrascht, dass sich hinter der zwar stattlichen aber nicht übermäßig groß wirkenden Fassade am Schrunser Kirchplatz eine reichhaltige Sammlung verbirgt, die sich auf 19 Räume – über vier Stockwerke erstreckend – verteilt. Zählt man noch die nicht – beziehungsweise halböffentlichen Räume wie das Depot und das Archiv dazu, dann führt der Weg durch das Haus über sechs Stockwerke! Der vorliegende Museumsführer spiegelt das Erscheinungsbild des Museums im Sommer 2008 wider. Dieser Hinweis ist vor allem deshalb wichtig, weil die Entwicklung des Hauses als dynamisch zu bezeichnen ist und Änderungen in vielen Bereichen – auch die Schausammlung im Dauerausstellungsbereich betreffend – vorgenommen werden. Auch aus diesem Grund haben wir die Variante eines Museumsführers gewählt, die nicht streng wissenschaftlichen Kriterien unterliegt. Unser Ziel ist es vielmehr, den Gang durch das Museum in etwa so festzuhalten, wie Sie ihn auch im Rahmen von Führungen erfahren dürfen, das heißt, die Texte zu den einzelnen Räumen basieren großteils auf Erzählungen von unseren Museumsführerinnen und Museumsführern. In diesem Sinne ist auch der gewählte sprachliche Stil des vorliegenden Museumsführers zu sehen.
(Vorwort Andreas Rudigier, Peter Strasser im Juni 2008)
Der Museumsführer kann in allen Montafoner Museen zum Preis von € 5 erworben werden, Onlinebestellungen über Bestellformular oder Email - museum.schruns@montafon.at
9. August 2008
Grenzüberschreitungen (Exkursion mit Erzählabend und Übernachtung)
Zöllner und Schmuggler unter sich
Das Montafoner Heimatmuseum lädt zu einem Erzählabend der anderen Art: Erstmals werden ein Zöllner (Helmut Dobler) und ein Schmuggler (Jakob Netzer) gemeinsam im Rahmen eines Zeitzeugengespräches über ihren Beruf und ihre Erfahrungen an der Grenze im Gebirge berichten. Das Aufeinandertreffen zweier in Schmugglergeschichten oft als Gegner dargestellter Personengruppen garantiert einen spannenden und unterhaltsamen Abend, an dem ausreichend Platz für abenteuerliche Geschichten, Erinnerungen, aber auch für Publikumsfragen sein wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Edith Hessenberger (Kuratorin der Ausstellung "Grenzüberschreitungen" im Montafoner Heimatmuseum Schruns).
7. Juli 2008
Archäologie in der Silvretta
Seit 2007 untersucht ein neues archäologisches Projekt „Rückwege“ der Universität Zürich (Leitung Dr. Thomas Reitmaier) gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz und Österreich die bislang weitgehend unerforschte Silvrettagruppe zwischen dem Paznaun, dem Unterengadin und dem Montafon. Im Vordergrund der stark interdisziplinär und diachron ausgerichteten Arbeiten steht dabei die Beziehung Mensch – Umwelt im Hochgebirge, das heißt, die Suche nach frühen menschlichen Begehungs- und Besiedlungsspuren von ersten nacheiszeitlichen Jagdgruppen über prähistorische Hirten bis hin zu transalpinen Verbindungen über die Passgebiete.
Auch im diesjährigen Sommer sind die Forscherinnen und Forscher der Universitäten Zürich und Innsbruck wieder für vier Wochen im Hochgebirge unterwegs. Knapp vor Ende der heurigen Untersuchungen laden wir Sie ein, den Archäologen bei der Arbeit zuzusehen und in längst vergangene Zeiten einzutauchen. Besichtigungsmöglichkeiten bestehen im Ochsental beziehungsweise auf der Bielerhöhe. Genaue Angaben über den Standort erhalten Sie am 25. Juli ab 10 Uhr beim Infopoint auf der Bielerhöhe (Montafon Tourismus, Nähe Kiosk Restaurant Silvrettasee) beziehungsweise an jenem Tag unter den Telefonnummern 0676-5481071 (Thomas Reitmaier) oder 0664/1104992 (Andreas Rudigier).
Die Veranstaltung findet außer bei Schneefall bei jeder Witterung statt. Eine den hochalpinen Umständen entsprechende Kleidung und entsprechendes Schuhwerk wird vorausgesetzt.25. Juni 2008
17. Juni 2008
„Die Herren im Tal“
Dienstag, 24. Juni 2008, 19.30 Uhr
Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum
Die Herren im Tal - Montafoner Eliten um 1800
(Ausstellungseröffnung und Vortrag von MMag. Michael Kasper)
Neben einem Überblick zur Geschichte des Montafons zwischen 1780 und 1820 stehen die lokalen Führungsschichten zur Zeit der Einführung der bayerischen Gemeindeverfassung im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Wie sah damals die soziale Schichtung aus und wer waren die politischen und wirtschaftlichen Eliten im Montafon? Zwei prominente Vertreter der Oberschicht stellen Johann Joseph Batlogg und Ignaz Vonier dar. Ihre Strategien zur Sicherung und zum Ausbau ihrer sozialen Stellung im Tal werden ebenso beleuchtet wie das Kreditvergabesystem in der ländlichen Gesellschaft, die Karrieren und Ämterlaufbahnen der Dorfhonoratioren sowie die Übernahme bürgerlicher Ideale und Lebensstile durch die bäuerlich geprägte Oberschicht.

11. Juni 2008
Diskussion: Stand Montafon
Zur Diskussion vgl. folgende Beiträge:
Stand Montafon rechtswidrig? (vol.at)
Rechtslage des Standes Montafon. (orf.at)
Interview mit Johannes Rauch bzgl. "Stand Montafon" (video.vol.at)
10. Juni 2008
Artikel von Manfred Tschaikner
Aus dem kürzlich erschienenen Heft 88/2008 der Bludenzer Geschichtsblätter (Inhaltsverzeichnis) stehen folgende Beiträge zur Montafoner Geschichte als Downloads zur Verfügung:
Manfred Tschaikner: Luzius Hauser, Pfarrer von Bartholomäberg - ein überregional gefragter Hexenfinder und Heiler.
Manfred Tschaikner: Teufelsbanner, Weltspiegel und Geldmännlein - weitere Fälle von Schatzgräberei im Montafon.
Erfolgreiche Ausstellungseröffnung "Grenzüberschreitungen"
http://www.bludenz.com/fotos/Gut_besucht__Ausstellungser_ffnung__Grenz_ber/
29. Mai 2008
Grenzüberschreitungen III

am Donnerstag, 5. Juni 2008, 19.30 Uhr
im Montafoner Heimatmuseum Schruns
Programm:
AlpenSalonOrchester
Begrüßung Standesrepräsentant Dr. Erwin Bahl
AlpenSalonOrchester
Zur Ausstellung Kuratorin MMag. Edith Hessenberger
AlpenSalonOrchester
Eröffnung Landesstatthalter Mag. Markus Wallner
AlpenSalonOrchester
Moderation: Dr. Andreas Rudigier
Grenzüberschreitungen II
Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum Schruns:
5. Juni – 26. Oktober 2008, Dienstag – Samstag, 14 – 17 Uhr,
im Juli und August: Dienstag – Samstag, 10 – 17 Uhr, Sonntag 14 – 17 Uhr
Führungen: jeden Dienstag um 17 Uhr sowie jederzeit auf Voranmeldung
Kinder und Jugendliche: Zur Ausstellung wird ein spezielles Programm für Kinder und Jugendliche angeboten – informieren Sie sich bitte beim Heimatmuseum
Ausstellung im Heimatmuseum Prättigau Grüsch:
15. November 2008 – 28. Juni 2009, Samstag und Sonntag, 14 – 17 Uhr
Sonderöffnungszeiten und Führungen auf Voranmeldung immer möglich
Veranstaltungen:
- 11. Juli: Alltag von Asylwerbern im Montafon, Flüchtlingsheim Maria Rast (Schruns, 15-19 Uhr)
- 20. August: Zöllner und Schmuggler unter sich, Erzählabend (St. Gallenkirch, genauer Veranstaltungsort offen, 19.30 Uhr)
- 21./22. August: Grenzüberschreitungen. Auf den Spuren von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen (Exkursion Gargellen – Partnun – Tschagguns)
- 29. August: Grenzüberschreitung zwischen Frankreich und Montafon – Empfang von Schülerinnen im Rahmen eines Austauschprojekts („Französisches Zimmer“ im Montafoner Heimatmuseum Schruns, 18 Uhr)
- 26. September: Finissage des Kunstprojekts ALLMENDE (Montafoner Heimatmuseum Schruns, 18 Uhr)
- 4. Oktober: Grenzüberschreitendes Projekt zwischen Jugendlichen aus Frankreich und dem Montafon, Filmpräsentation in der Langen Nacht der Museen (Montafoner Heimatmuseum Schruns, 20 Uhr)
- 10. Oktober: Zwangsarbeit auf den Baustellen der Illwerke zur Zeit des Nationalsozialismus, Vortrag von Jens Gassmann (Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn, 19.30 Uhr)
- 16. Oktober: Von Grenzüberschreitern und Grenzbewachern. Eine Annäherung an das Geschäft mit der Grenze am Beispiel der Biographie Meinrad Juens, Vortrag von Edith Hessenberger (St. Gallenkirch, Veranstaltungsort offen, 19.30 Uhr)
- 23. Oktober: Grenzgeschichte. Historisches zur Grenze im Montafon, Vortrag von Michael Kasper (Altes Gemeindeamt Tschagguns, 19.30 Uhr)
- 26. Oktober: Tag der offenen Tür – Abschluss des Ausstellungsprojekts „Grenzüberschreitungen“ (Montafoner Heimatmuseum Schruns, 14-18 Uhr)
- 14. November: Eröffnung der Ausstellung „Grenzüberschreitungen“ (Heimatmuseum Prättigau, Grüsch, 19 Uhr)
Konzept: MMag.a Edith Hessenberger
Mitarbeit: Dr. Andreas Rudigier, Mag. Michael Kasper, Bruno Winkler, Brigitta Pflugfelder-Held, Elisabeth Walch, Georg Breuß, Otto Rudigier
Grenzüberschreitungen I
GrenzüberschreitungenVon Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen
Im Rahmen dieser Ausstellung, die im Sommer 2008 im Montafoner Heimatmuseum in Schruns und im Winter 2008/09 im Heimatmuseum Prättigau in Grüsch gezeigt wird, rückt die Grenze zwischen dem Montafon und dem Prättigau, zwischen Österreich und der Schweiz in den Mittelpunkt.
Diesmal ist es im Besonderen die Grenze im Gebirge, in deren turbulente und dramatische Geschichte Einblicke genommen werden.
Die Ausstellung spielt mit der Wahrnehmung von Grenzen und regt zum Nachdenken über die Idee und Funktion der Grenze an – vor allem in einer historischen Gegenüberstellung: Grenze in der NS-Zeit, Grenzen heute. Hier werden auch Parallelen zu den EU-Außengrenzen und der aktuellen
Flüchtlingsthematik gezogen. Verbindende (z. B. Schmuggeln, Fliehen) und trennende (Zollwachhäuser, räumliche Trennung der Regionen/Identitäten) Aspekte der Grenze werden in einem zeitgeschichtlichen Rahmen aufgezeigt.
Zur Ausstellung erscheint eine von Edith Hessenberger herausgegebene umfangreiche Buchdokumentation im Rahmen des fünften Sonderbandes der Montafoner Schriftenreihe.


